03.03.2012 Brand 2. Alarm; Brand Fitnessstudio; Straße des 13. Januar; SB St.Johann

Geschichte der Altersabteilung

40 Jahre (Auszug 1963 - 2003)

1963

1963 wurde durch den damaligen Wehrführer Karl-Kirsch und den Hauptbrandmeister Johann Loch, genant "Loch Hanni" die Alterswehr der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken (heute Löschbezirke 11 - 14) gegründet. 

Der unvergessene Wehrführer Karl Kirsch und Hauptbrandmeister Johann Loch, machten sich Gedanken über die Zeit nach dem aktiven Dienst. So wurden unter Mithilfe der Kameraden Josef Wetzel und Ortwin Meyer die betroffenen Kameraden angeschrieben und der "Stammtisch" der Altersabteilung ins Leben gerufen, den Beginn der Altersabteilung. Von Anfang an gehörten die Ruhestandsbeamten der Berufsfeuerwehr dazu. Im Jahresbericht wurden "diese Zusammenkünfte" besonders begrüßt.

1964

Das erste protokollierte Treffen fand am 20. Februar 1964 statt, zugegen waren elf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und sechs Kameraden der Berufsfeuerwehr. Die Treffen fanden im Altsaarbrücker Gasthaus Brengel in der Hohenzollernstraße statt. Der Seniorenchef war, ohne besondere Wahl, selbstverständlich "Hanni" Loch. Wehrführer, Karl Kirsch, mischte damals mit und ordnete an, dass alle Löschbezirksführer und sonstige Führungskräfte teilzunehmen hatten. 

1966

Gruppenfoto, 25. Juni 2002

Im April 1966 wurde beschlossen sich an jedem 3. Donnerstag im Monat  zu treffen. Diese Regelung hat heute, im Jahr 2005, noch Gültigkeit. Nachdem Loch "Hanni" sich langsam zurückzog übernahm Hauptbrandmeister Gustav Naufang die Leitung des Stammtisches  bis Oberbrandmeister Walter Scholz mit einem gewählten Vorstand die Führung übernahm. Der Kamerad Ortwin Meyer (FF), ist hier besonders zu erwähnen, er hat die Altersabteilung von Beginn an begleitet und viel für diese getan. Durch Ortwin kam ich selbst schon als "Aktiver" sehr früh zur Altersabteilung. 

1967

1967 wurde das Feuerschutzgesetz des Saarlandes (FSG) erlassen. Das ermöglichte nun, über die Feuerschutzordnung der Landeshauptstadt, die Altersabteilung satzungsgemäß Teil der Feuerwehr Saarbrücken werden zu lassen. Grossen Anteil an dieser Entwicklung hatte Hauptbrandmeister Friedrich Kräuter. Die Entwicklung war derart positiv, dass die Witwen und Frauen der Kameraden allgemein in das Geschehen mit einbezogen wurden. Die ehemaligen Kameraden der Werkfeuerwehren waren Willkommen und die ersten kamen bereits 1982 zur Altersabteilung. 

Es wurden und werden Ausflüge, Besichtigungen und gesellige Abende veranstaltet. Selbstverständlich gibt es auf und ab, kleinere Querelen, Austritte, aber auch Neuzugänge, wie bei allen vereinsmäßig geführten Zusammenschlüsse. Die Männer der jeweiligen Vorstände und dies gilt bis heute, gaben jedenfalls ihr bestes und opferten viele Stunden ihres Privatlebens, das gleiche gilt für die Aktiven, die sich um die Kameraden der Altersabteilung kümmern.

Auf den Brandmeister Walter Scholz folgte der Oberbrandmeister Franz Firmery, der, nachdem er erkrankte, durch den Brandmeister Hans Ohofen abgelöst wurde. Hans Ohofen vertiefte in Zusammenarbeit mit dem Kameraden Günter Kaczmarek die schon bestehenden Beziehungen zur Ehrenabteilung Sulzbach. 

Hans Ohofen legte plötzlich "aus persönlichen Gründen" sein Amt nieder. Es waren also Neuwahlen erforderlich, Brandmeister Adolf Wendel genannt "Vadder" übernahm jetzt das Kommando und übt dieses Amt noch bis heute aus. Der Vorstand wurde auf drei Mitglieder verkleinert, was sich auf die gemeinsame Arbeit positiv auswirkte. Durch den Wechsel des Kameraden Heinz Dick vom Kassierer zum Besitzer erweiterte sich der Vorstand um eine Person. Der Brandoberamtsrat a.D. Helmut Voss übernahm das Amt des Kassierers. 

Negativ zu beklagen ist, dass viele Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr und den Werkswehren nicht bereit sind dieser Gemeinschaft beizutreten. Hierdurch ist derzeit die Entwicklung der Altersabteilung rückläufig. Es wäre es zu bedauern, wenn sich diese auflösst. 

Diese Art der Gemeinsamkeit von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Werksfeuerwehr ist  in der Bundesrepublik wohl selten zu finden. 

Mein Bericht wäre unvollständig, würde ich nicht die hervorragende Unterstützung des Bezirksrates Mitte erwähnen. Hier darf ich an erster Stelle Herrn Bezirksbürgermeister Günter Prell nennen und stellvertretend für alle, Bezirksrätin Frau Inge Latz, Bezirksrat Herrn Norbert Becker und Frau Augst. Auch einige Stadträte zeigen Interesse, dafür sei ihnen allen Herzlich gedankt. 

Wollen wir die kommenden Jahre gemeinsam in Harmonie verbringen. Uns allen und all unseren Gästen viel Glück und Gesundheit. 


Gut WEHR 

Verfasser: Edmund Masfelder
Brandmeister a.D.
Schriftführer 

Notruf 112
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